Jugend und Drogen

Das Thema des Kurzvortrages ist "Jugend und Drogen". Ursachen des Drogenkonsums des Jugendlichen. Drogensuchtige ein Problem der ganzen Gesellschaft. Drogensucht Pravention und Therapie. Jugendliche sind besonders gefahrdet durch Unzufrieden

28.04.2009

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Jugend und Drogen

Plan

  • 1. Einleitung 3
    • 2. Was sind Drogen? 3
    • 3. Ursachen des Drogenkonsums des Jugendlichen 4
    • 4. Drogenschtige - ein Problem der ganzen Gesellschaft 6
    • 5. Drogensucht - Prvention und Therapie 7
    • 6. Schlussfolgerungen 9
    • Literatur 10

1. Einleitung

Das Thema meines Kurzvortrages ist Jugend und Drogen.

Am Anfang meines Vortrages mchte ich betonen, dass sich das 21. Jahrhundert zum Zeitalter der Drogen entwickelt. Sie lauern in unserer Spa - und Konsumgesellschaft berall. Hufig fhrt der Konsum von legalen und illegalen Drogen im Kindes - und Jugendalter zum verfestigten Suchtverhalten spter.

Der Drogenkonsum bei Jugendlichen ist seit Jahren im Focus der Medien. So erscheinen immer wieder Berichte ber Einzelschicksale von opiatabhngigen Jugendlichen oder Horrormeldungen ber den Ecstasykonsum in Diskotheken. Es entsteht ein Bild von Jugendlichen, die immer mehr und hufiger zu Drogen greifen.

Also, ohne Zweifel knnen wir sagen, dass Jugend und Drogen ein Thema ist, das uns schon seit mehreren Jahrzehnten verfolgt. Seit der sogenannten Drogenwelle - die ja eigentlich vor dem Hintergrund einer subkulturellen Bewegung zu sehen ist - Ende der Sechzigerjahre sind immer wieder Gefhrdungen unserer Jugend beschworen worden. In letzter Zeit vermehrt Alkohol - und Medikamentenmissbrauch und - ganz aktuell - der Gebrauch von Designerdrogen wie etwa "Ecstasy".

In unserem Kurzvortrag heute haben wir das Ziel, auf folgende Fragen zu antworten. Diese Fragen sind: Was sind eigentlich Drogen? , Warum nehmen Jugendliche Drogen? und Welche Mglichkeiten gibt es heute, um das Problem der Drogensucht bei Jugendlichen zu lsen? .

2. Was sind Drogen?

Im Zusammenhang mit der ersten Frage mchten wir folgendes sagen. Ursprnglich verstand man unter Drogen alle Stoffe, die eine Wirkung auf den Menschen haben, wie etwa Heilkruter. Daher der Ausdruck "Drogerie".

Heute versteht man darunter Stoffe, die das Erleben, die Befindlichkeit und Wahrnehmung beeinflussen, also munter machen oder beruhigen, die Angst nehmen, den Schlaf frdern, das Wohlbefinden steigern, Schmerzen betuben, die Leistungsfhigkeit steigern: dazu gehren etwa Alkohol, Opiate, Kokain, Kaffee, Tabak und verschiedene Gruppen von Medikamenten. In nahezu jeder Kultur, in jeder Epoche wurden solche Substanzen konsumiert, wenn auch die Einnahme und Verwendung oft strengen Ritualen unterworfen war.

Im Gegensatz zum Gesetzgeber, der die Vergabe bestimmter Stoffe regelt oder untersagt und einige Drogen als Suchtgift definiert unterscheidet die Weltgesundheitsorganisation fr die Diagnose von Abhngigkeit oder schdlichen Gebrauch nicht zwischen legalen und illegalen Drogen sonder nennt neben Halluzinogenen (LSD), Opiate, Cannabis (Haschisch) und Kokain, auch Alkohol, Tabak, Schlaf - und Beruhigungsmittel, Aufputschmittel einschlielich Koffein und flchtige Lsungsmittel.

3. Ursachen des Drogenkonsums des Jugendlichen

Was die Ursachen des Drogenkonsums antrifft, glauben viele Psychologen und Therapeuten, dass Jugendliche Drogen nehmen, weil sie den Protest suchen.

Die deutsche Journalistin Anneke Rathje fhrt in ihrem Artikel als Beispiel die Zitat eines deutschen Jugendlichen an: Euer Bier ist unser Cannabis! . Also, nach der Meinung der Psychologen wollen sich Jugendliche mit solchen Protestrufen von der lteren Generation abgrenzen und selbst ber ihr Leben, Denken und Handeln entscheiden. In dieser Selbstfindungs - und Abgrenzungsphase findet die erste Abnabelung vom Elternhaus statt.

Hierzu bentigen Jugendliche geradezu Reibungspunkte. Denn nur durch die Auseinandersetzung mit vorhandenen Regeln knnen sie ihre Persnlichkeit weiterentwickeln und Strken und Grenzen erfahren.

Jugendliche experimentieren in der Pubertt gern mit den verschiedenen Gesichtern ihrer Persnlichkeit, denn diese entwickelt sich in dieser Zeit noch einmal entscheidend. Drogenkonsum wird daher zum einen eingesetzt, um die Persnlichkeit in allen Facetten zu erfassen. Der Rausch versetzt den Benutzer in unbekannte Extremsituationen, in denen er sich selbst ganz neu wahrnimmt. Dies kann verunsichern oder auch faszinieren.

Also, Jugendliche sind besonders gefhrdet durch Unzufriedenheit, Missmut, mangelnde Perspektiven und Impulsivitt. Durch Suchtmittel erscheint das Leben leichter, freundlicher, zufriedener und zugewandter. Zum Ausprobieren von Suchtmitteln treiben die stets vorhandene Neugier und die Ekstase. "Auer sich selbst stehen" empfindet man ber die chemische Beeinflussung des Gehirns als positives Erlebnis, das man immer wieder erleben mchte; das kann bei entsprechender Disposition schtig machen. Es ist nicht so sehr die Suche nach dem Glck sondern die Verweigerung gegenber den bestehenden Gesellschaftsverhltnissen, die Jugendliche auf ihrer Suche nach Spa die verschiedensten Drogen ausprobieren lsst.

Auf solche Weise knnen wir folgende Schlussfolgerungen aus dem Gesagten ziehen. Die Drogenabhngigkeit der Jugendlichen ist ein serises Problem unserer Gesellschaft. Von der jngeren Generation hngt die Zukunft jeder Gesellschaft ab. Und welche Zukunft erwartet uns, wenn mehr als 50 Prozent der Jungendlichen drogenschtig sind?

Die Fakten sind alarmierend: der Drogenkonsum zum Beispiel in Russland steigt seit einigen Jahren rapide. Nach offiziellen Angaben greifen schon in den 11. Klassen 78% der Jungen und 87% der Mdchen regelmig zu Alkohol, jeder neunte Junge und jedes zwlfte Mdchen hat Drogen probiert.

Die Fakten von Deutschland sind auch besorgniserregend und erschreckend. Zigaretten, Alcopops und Cannabis scheinen weiter auf dem Vormarsch zu sein.

ESPAD ist die Abkrzung fr "Europische Schlerstudie zu Alkohol und anderen Drogen". Seit 1995 werden Schlerinnen und Schler aus ganz Europa ber ihren Drogenkonsum, Konsummuster und die persnliche Einstellung zu den Schtigmachern befragt. Bei einer Umfrage beteiligte sich auch Deutschland. Die ESPAD nahm Jugendliche in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thringen unter die Lupe.

In Hessen wurden im Jahr 2004 1.928 Schlerinnen und Schler der 9. und 10. Jahrgangsstufen aller drei Schularten in die Erhebung miteinbezogen. Dabei stellte man fest, dass ber 30 Prozent der 15 - bis 16-Jhrigen tglich zur Zigarette greifen. Ein ebenso hoher Prozentsatz gab an, sie htten schon Erfahrungen mit verbotenen Drogen, allen voran Cannabis, gemacht. Acht von zehn Befragten hatten eigenen Angaben zufolge in den letzten 30 Tagen vor dem Ausfllen des Fragebogens Alkohol getrunken. Zehn Prozent gaben sogar zu, mindestens ein Mal pro Woche richtig betrunken zu sein. Dabei sollen bei Schlerinnen und Schlern Alcopops immer noch hoch im Kurs stehen.

Michael Wey in seinem Artikel gibt die Ergebnisse der Bielefelder Studie zur Kenntnis, die von Farke und Grass auf dem Mnchner Suchtkongress 2003 vorgestellt wurden. In 10% fhren die Erfahrungen mit legalen und illegalen Drogen im Kindes - und Jugendalter zu einem verfestigten Konsum und gehen in eine Abhngigkeit ber.

In dieser Studie wurden 597 Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren interviewt. Davon erwiesen sich 21% stark gefhrdet; 55% gefhrdet; 24% gering gefhrdet.

Dabei kam heraus, dass der Gefhrdungsgrad umso hher ist, je niedriger das Einstiegsalter in den Suchtmittelgenuss ist.

Die Bedeutung der verschiedenen Drogen spiegelt sich in folgenden Zahlen wider: Alkohol - 92%; Nikotin - 88%; Cannabis - 62%; Speed und Amphetamine - 16%; Ecstasy - 14%; Pilze - 16%; Kokain - 13%; LSD - 9%; Heroine - 2%.

4. Drogenschtige - ein Problem der ganzen Gesellschaft

Auf keinen Fall knnen wir sagen, dass unsere Gesellschaft gesund ist. Da Kinder und Jugendliche schneller als Erwachsene etwas lernen knnen, gewhnen sie sich auch schneller an den Umgang mit Suchtstoffen. Aus meinem eigenen Leben wei ich, dass Drogen von vielen Jugendlichen konsumiert werden. Die meisten Jugendlichen trinken regelmig Alkohol. Auf Veranstaltungen fr Jugendliche oder privaten Partys ist meistens die Mehrzahl der Anwesenden betrunken. Auf anderen Veranstaltungen werden andere Drogen konsumiert. In der Techno-Subkultur ist der Konsum von Cannabis, Ecstasy, LSD, Speed und zunehmend auch Kokain verbreitet. Haschisch ist derzeit die Modedroge der Jugend. Sie wird als harmlos dargestellt. Oft heit es, sie mache nicht abhngig usw. Dagegen sind die Auswirkungen auf die Bronchien sogar deutlich strker als bei Zigaretten, da mehr krebserzeugende Stoffe im Rauch sind, dieser von den Jugendlichen tiefer und damit auch heier inhaliert wird, Krebserkrankungen damit hufiger auftreten usw. Neben dieser psychischen Abhngigkeit tritt parallel noch eine physische Abhngigkeit auf. Sie lst schon nach einer kurzen Zeit, in der kein Stoff zugefhrt wird, starke mit Krmpfen verbundene Schmerzen aus.

Die finanziellen Probleme der drogenschtigen jungen Menschen, die mit dem Kauf und der Beschaffung von neuem Stoff (allgemeine Bezeichnung von Drogen) verbunden sind, fhren in den meisten Fllen zu einer Drogendelinquenz (Drogenkriminalitt) in Form von Beschaffungsdelinquenz. Nicht selten uert sich diese in Handlungen wie Diebstahl, Betrug, illegalem Drogenhandel und vielem mehr.

Die Sucht macht schamlos. Die Sucht ist ein Full-time-Job ohne geregelte Arbeitszeit: um das Geld fr den nchsten Schuss zusammenzubekommen, werden Drogenabhngige zu Prostituierten, dealen und stehlen.

5. Drogensucht - Prvention und Therapie

Unserer Meinung nach ist das Problem der Drogensucht der Jugendlichen nicht nur die Sache des Staates, sondern auch jedes Menschen.

Einerseits mssen verhindernde und vorbeugende Manahmen ergriffen werden, um Kinder und Jugendliche zu befhigen, sich mit sich und ihrer Umwelt eigenverantwortlich auseinanderzusetzen. Ihnen muss beigebracht werden, Konflikte und Schwierigkeiten zu bewltigen, und nicht vor diesen zu fliehen. In der Erziehung kommt es also hauptschlich darauf an, den Kindern gefhlsmige Geborgenheit zu geben und sie zu ermutigen, Herausforderungen zu begegnen. Hierbei setzt das Erziehen zur Selbstndigkeit auch das Setzen von Grenzen voraus. Dies ist jedoch gar nicht so einfach: werden die Grenzen zu weit gesetzt, kann dies Orientierungsschwierigkeiten zur Folge haben, zu enger Freiraum dagegen bedeutet, dass die Jugendlichen oder Kinder sich nicht weit genug entfalten und erproben knnen. Es gilt also, das richtige Ma zu finden, wobei ein konsequenter Erziehungsstil der Eltern und auch von Seiten der Lehrer vorausgesetzt werden sollte.

Auerdem muss man den Drogenschtigen medizinische und vor allem psychosoziale Hilfe leisen, um ihnen von der Sucht zu heilen - Hilfe zur Rckkehr ins Leben.

Andererseits muss jeder Staat gegen Drogen kmpfen. Man darf auf keinen Fall verheimlichen, dass sich das Drogenproblem unerbittlich von Jahr zu Jahr verschlimmert. Die internationalen Drogenkartelle werden aggressiver und erffnen sich mit wachsender Expansionslust neue Mrkte mit neuen Drogen und stndig wechselnden Vertriebsstrukturen; gleichzeitig gelingt es ihnen immer besser, sich zu tarnen und mit ihren Verkaufserlsen zu arbeiten. Noch mehr Sorge bereitet, dass sie ihre immer umfangreicheren Mittel nutzen, um durch politischen Einfluss und durch die Vereinnahmung von Schlsselsektoren im Geschfts - und Finanzsektor auf die demokratischen und wirtschaftlichen Prozesse ganzer Lnder einzuwirken.

Im Bereich der inneren Sicherheit knnen wir trotzdem feststellen, dass Polizei und Zollbehrden in dem Krieg gegen die Drogen wesentlich wirksamer zusammenarbeiten als vor 10 oder auch noch vor 5 Jahren.

Alle Staaten mssen sich in vollem Umfang fr die internationale Zusammenarbeit gegen den Drogenschmuggel und die wachsende Bedrohung durch das internationale Verbrechen engagieren. Die Staaten mssen stetig auf multilaterale Zusammenarbeit in Bereichen wie Auslieferung, Ahndung, Verfolgung, Informationsaustausch usw. hingearbeitet werden.

6. Schlussfolgerungen

Zum Schluss mchten wir folgendes sagen. In unserem Kurzvortrag haben wir ein der aktuellsten Themen des 21. Jahrhunderts berhrt. Natrlich haben wir nicht alles davon gesagt, und man kann dieses Thema fortsetzen. Aber eins knnen wir feststellen. Wir mssen aufmerksam und sorgsam zu den Menschen sein, die sich neben uns befinden und leben, um sie von dieser schrecklicher Sucht und Abhngigkeit zu schtzen.

Literatur

1. Geishofer, M. H. Jugend und Drogen: . . - .: http: // www. suchtfragen. at/downloads/artikel/Jugend%20und%20Drogen. pdf

2. Mller V. Jugendliche und Drogenkonsum: . . - .: http: // www. mz-und-simson. de/archiv/Hausarbeiten/drogen. html

3. Wey M. Jugendliche und Drogen - Prvention und Therapie: . . - .: http: // www. familienhandbuch. de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Jugendforschung/s_1381. html

4. Wyneken-Galibin R. Und gut, dass wir sterben // Modernes Leben. - 30.06. 1995.




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